Frischer Wind in Crammes Feldmark

Windpark liefert umweltfreundlichen Strom für 17.000 Menschen

Als im Sommer 2015 die Bauarbeiten für den Windpark zwischen Cramme und Groß Flöthe begannen, dauerte es nicht lange, bis die ersten Spaziergänger interessiert stehen blieben und dem Treiben in der Feldmark zuschauten. Liebhaber großer Baumaschinen sollten in den nächsten Monaten immer wieder auf ihre Kosten kommen, als nach und nach erkennbar wurde, was dort entstehen sollte: Wir haben gemeinsam mit der Betreibergesellschaft Cramme Landwind GmbH & Co. KG zwei Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt fast fünf Megawatt errichtet. Mit einer Investition von über zehn Millionen Euro haben wir ein deutliches Zeichen in der Region gesetzt. „Wir investieren in unserer Region und wollen unseren Beitrag zur Energiewende leisten. Beides betrachten wir als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung“, so Ernst Gruber, Vorstandssprecher unserer Bank, beim ersten Spatenstich im Juli 2015.

Nach intensiver Planung und Einbeziehung von Politik und Anwohnern, wurden zunächst die Zuwegungen gebaut und die danach benötigten Kabel verlegt. Dort wo später die beiden Windenergieanlagen stehen sollten, musste zunächst der Baugrund mit dem Rüttelstopfverfahren verdichtet werden, um die nötige Tragfähigkeit zu gewährleisten. Im späten Sommer konnten dann die beiden Fundamente, jeweils mit einem Durchmesser von fast 22 Metern und einem Gewicht von über 1.500 Tonnen gegossen werden. Spielte sich bis dahin der Baubetrieb nur im Tiefbau ab, ging es nun in die Höhe: Bei meist günstigen Wetterbedingungen wuchsen die beiden Türme bis Januar auf ganze 140 Meter in den Himmel, so dass zügig mit der Montage der Maschinenhäuser und der Rotornaben begonnen werden konnte. Spektakulär wurde es dann noch einmal, als die Rotorblätter mit der Nabe verbunden wurden, bevor die beiden Anlagen dann Anfang März 2016 in Betrieb gingen.

Seit die beiden Windräder ans Netz gegangen sind, profitiert von der Investition auch die Gemeinde Cramme, die die Gewerbesteuer fast komplett in ihrem Haushalt verbuchen kann. Die Bürger des Ortes konnten schon gleich zu Beginn der Bauarbeiten am Erfolg des Projekts teilhaben und einen Windpark-Sparbrief unserer Volksbank zeichnen. Dieser war für sechs Jahre mit einer Verzinsung ausgestattet, die weit über dem seinerzeit aktuellen Zinsniveau lag. Die Landwind-Gruppe wird während der Betriebszeit sowohl die kaufmännische als auch technische Betriebsführung des Windparks übernehmen und somit der langfristige Ansprechpartner vor Ort sein.

Mit einer Nabenhöhe von 141 Meter und einem Rotordurchmesser von 117 Metern erreichen die Windenergieanlagen eine Gesamthöhe von 199 Metern. Beide Anlagen zusammen werden voraussichtlich jedes Jahr 19 Millionen Kilowattstunden produzieren, was einer CO2-Einsparung von etwa 13.000 Tonnen gegenüber konventioneller Erzeugung entspricht. Mit dem so gewonnenen Strom lassen sich rund 17.000 Menschen umweltfreundlich und ressourcenschonend versorgen.